Auch in Zukunft sicher versorgt.

Das Erfurter Energiemodell findet auf jedes Szenario die richtige Antwort und garantiert die Energie-Versorgung, ob die Sonne scheint, der Wind weht, oder nicht. Und das zu jeder Jahreszeit. Übrigens, das Original-Erfurter-Energiemodell können Sie als echte Installation in unserem Kundenzentrum in der Magdeburger Allee 34 erleben.

Welche zentrale Rolle Fernwärme im Erfurter Energiemodell spielt, erfahren Sie auch in unserer Broschüre.

 

Frühling

Animation

Sommer

Animation

Herbst

Animation

Winter

Animation

 

 

Erfurter Energiemodell mit aktuellen und zukünftigen Komponenten

Erfurter Energiemodell 8

Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD)

Brennstoffausnutzungsgrad (Jahresdurchschnitt) 83 %, max. 90 %. Mit der gekoppelten Strom- und Wärmeproduktion (Kraft-Wärme-Kopplung) werden pro Jahr im Vergleich zu einer getrennten Produktion ca. 180 000 t CO2 eingespart.

 

 

 Die Abgase der Gasturbinen (530 °C) werden im Abhitzekessel zur Dampferzeugung (520 °C, 80 bar) genutzt. Aus dem Heißdampf wird in der nachgeschalteten Dampfturbine Strom produziert. Mit dem Zusatzfeuer kann die Leistung des Abhitzekessels gesteigert werden.

In den drei Gasturbinen wird Luft mit dem Verdichter komprimiert, in der Brennkammer mit dem Gas gemischt, gezündet und bei ca.1500 °C verbrannt. Das entstehende Abgas entspannt über die Arbeitsturbine und treibt den Generator zur Stromerzeugung an. Die heißen Abgase werden zum Abhitzekessel geleitet.

Der strömende und sich entspannende Heißdampf(520 °C) setzt die Turbinenschaufeln in Bewegung. Die Turbine treibt den angekoppelten Generator an. Der Heizdampf wird zur Erwärmung des Fernwärmerücklaufwassers genutzt.

Die in den Gasturbinen und der Dampfturbine erzeugte Bewegungsenergie treibt die Generatoren an. Diese produzieren den elektrischen Strom. In Summe sind das etwa ¾ des Strombedarfs der Stadt Erfurt.

Die Blocktransformatoren übertragen den in der GuD-Anlage erzeugten Strom mit einer Spannung von 110 Kilovolt zum Umspannwerk.

Im Heizkondensator wird das abgekühlte Heizwasser aus dem Fernwärmenetz mit dem Abdampf aus der Dampfturbine erwärmt und den Kunden wieder als Heizwärme zur Verfügung gestellt.

Überwachung und Steuerung des Betriebes der Erzeugeranlagen und des Fernwärmenetzes sowie Überwachung und Kontrolle der Fernwärmeanschlussanlagen.

Stromnetz

Von den Umspannwerken (8a) wird der Strom in Erfurt mit einer Spannung von 10 Kilovolt zu den fast 1000 Ortsnetztransformatoren (8b) verteilt. Von dort aus gelangt der Strom mit einer Spannung von 0,4 Kilovolt zu den Haushalten.

Über das Fernwärmenetz wird das bis zu 130 °C heiße Heizwasser mit einem Nenndruck von maximal 12 bar zu den Privatkunden transportiert.

Über das Dampfnetz wird der 200 °C heiße Dampf mit einem Druck von 9 bar zu den Industriekunden transportiert.

Die Wärmeübergabe an den Verbraucher erfolgt in einer Hausanschluss- bzw. Umformerstation. In diesen Stationen wird das im Haus zirkulierende Heizungswasser durch das Fernwärmewasser erwärmt.

 Im Wärmespeicher wird die Überschusswärme aus der Stromerzeugung gespeichert und zur zeitlich entkoppelten Versorgung der Fernwärmekunden genutzt.

Erneuerbare Energien

Der Elektrokessel nutzt das zeitweise vorhandene Stromüberangebot aus, um in diesen Zeiten Wasser zu erhitzen, welches in das Fernwärmenetz eingespeist wird. Dieses Prinzip wird Power-to-Heat genannt.

Bei Solarthermie wird Wasser direkt durch Sonnenstrahlen erhitzt. Anschließend wird dieses heiße Wasser in das Fernwärmenetz gespeist und kann sofort verbraucht werden oder in den Wärmespeicher fließen.

Die Power-to-Gas-Technologie befindet sich noch in der Forschung. Sobald sie ihre Marktreife erreicht hat, kann sie auch in Erfurt ein Stromüberangebot in Gas wandeln. Das so erzeugte „synthetische Gas“ könnte das in der GuD-Anlage benötigte Erdgas sukzessive ersetzen.

Der durch erneuerbare Energiequellen eingespeiste Strom wird durch Windräder und Photovoltaik-Anlagen gewonnen. Besteht ein Stromüberangebot, können künftig Stromspeicher zum Einsatz kommen.